30 April 2008
SVR: SC Hansa und FS 98 feiern Aufstieg, SF Brackel 2 sichert Klassenerhalt
In Gruppe 1 der Verbandsliga siegte SC Hansa 2 erneut und wurde damit souveräner Erster mit satten drei Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten. Der größte Coup des Spieltages gelang aber SF Brackel 2: Die Dortmunder holten bei ihrem 5,5:2,5-Sieg gegen Abstiegskonkurrent Stadtgrenze Mülheim-Heißen exakt das benötigte Ergebnis und retteten sich mit dieser Punktlandung haarscharf auf den letzten Nichtabstiegsplatz. In der Parallelgruppe sicherte sich der Dortmunder SV mit einem Sieg erwartungsgemäß den Klassenerhalt.
Während in Gruppe 1 der Verbandsklasse der Abstieg von Doppelbauer Brambauer 1 schon vor dem letzten Spieltag feststand, kämpften in Gruppe 2 noch zwei Dortmunder Teams um die Aufstiegsplätze hinter der völlig dominierenden, bis zum Ende ohne Punktverlust gebliebenen 3. Mannschaft des SC Hansa. Doch die SG Mengede kassierte gegen den Aufstiegskonkurrenten SC Läufer Wanne-Eickel eine ebenso deutliche wie bittere Niederlage, die nicht nur die Hoffnungen auf den direkten Aufstieg als Gruppenzweiter, sondern auch die Chancen des dritten Dortmunder Teams, Doppelbauer Brambauer 2, zunichte machte. Immerhin können die Mengeder nun noch ihr Glück im Stichkampf der Drittplatzierten versuchen.
In der Parallelgruppe 3 sicherte sich der FS 98 mit einem Erfolg in der Schlussrunde den Gruppensieg und somit den Aufstieg in die Verbandsliga. Die Schachfreunde Berghofen-Wambel müssen hingegen nach der neunten Niederlage im neunten Spiel in der kommenden Saison in der Bezirksliga antreten.
28 April 2008
Sicherer Aufstieg...
12 April 2008
Viel Auf und Ab und nichts dazwischen: Dortmunder Schachteams verlassen ihre Gruppen in beide Richtungen
(voi) Etliche Vorentscheidungen fielen in der vorletzten Runde der Verbandsligen und -klassen am vergangenen Sonntag, 6. April. Die Dortmunder Schachteams scheinen sich allerdings nicht mit Mittelmaß begnügen zu wollen: Fast alle segeln entweder oben mit oder dümpeln im Tabellenkeller.
So befindet sich SC Hansa 2 nach einem weiteren Erfolg in der Verbandsliga auf dem besten Weg zum Gruppensieg. Zumindest jedoch der Aufstieg gilt, soweit in den höheren Klassen keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten, bereits jetzt als gesichert. Auch SF Brackel 3 kann noch für einen versöhnlichen Saisonabschluss sorgen, allerdings muss in der letzten Runde noch ein Sieg her, um die Klasse zu halten. Beim Dortmunder SV in der Parallelgruppe muss man hingegen den Rechenschieber schon sehr pessimistisch bedienen, um aus der knappen Niederlage vom Sonntag noch ein Abstiegsszenario zu konstruieren.
Aus Gruppe 1 der Verbandsklasse gibt es bereits ausschließlich Endgültiges zu berichten: Die Doppelbauern aus Brambauer sind nach einer deutlichen Niederlage abgestiegen, während sich SF Brackel 3 mit einem knappen Sieg vorzeitig retten konnte.
Weiterhin sicher in Dortmunder Hand ist Gruppe 2: SC Hansa 3 bleibt weiter ohne Punktverlust und steht schon jetzt als Gruppensieger fest, die SG Mengede liegt nach einem erneuten Sieg ebenfalls auf Aufstiegskurs, und Doppelbauer Brambauer 2 hat noch eine gute Chance, mit Platz 3 den Triumph für den Schachbezirk perfekt zu machen.
Dass mittelprächtige Dortmunder Mannschaften in diesem Jahr rar sind, zeigt sich am deutlichsten in Gruppe 3: Während der Abstieg der immer noch punktlosen SF Berghofen-Wambel längst besiegelt ist, erklomm der Achter des FS 98 mit einem hohen Auswärtssieg erneut und diesmal wahrscheinlich endgültig die Tabellenspitze. Dem Innenstadt-Klub genügt in der Schlussrunde am 27. April schon ein Unentschieden zum Gruppensieg.
Felix Voigt, 7. April 2008
15 März 2008
Zur Tabellenführung gezwungen....
21 Januar 2008
Mülheim-Heißen willigt in Niederlage ein
Beschweren wollten wir uns nicht, dass bei einem Spielstand von
3:4 die Gegenerin von Bozidar in das Remis und die Gesamtnieder-
lage für Mülheim einwilligte.
Die Siege von Bully(1),Adalbert(8)und Walter(4)kamen jeweils zur rechten Zeit. Bully sorgte mit einem erneuten Auswärtsglanzlicht
für die 0,5 : 1,5 -Führung.Nachspielen!Alexander musste vorab wiederum ein Remisangebot akzeptieren.
Bis zur Zeitkontrolle waren die Partien an 2-4 und 6-8 noch nicht entschieden. Dann gingen die Punkte an 2 und 3 verloren,wobei die Niederlage von Thomas ein unbeabsichtigtes Geschenk war. Adalbert konnte dann das Zeitnotduell zu seinen Gunsten nutzen. Als Walter seinen Vorteil in einen Sieg verwandelt hatte, konnte Bozidar in besserer Stellung beruhigt Remis anbieten.
Wie wichtig auch ein knapper Sieg sein kann, zeigt uns die aktuelle Tabelle.(Wolfgang P.)
10 Dezember 2007
Spielbericht Hansa II - Schwarze Dame Osterfeld 4:4
Dann folgte eine längere Phase zähen Ringens, die schließlich einige Remisen produzierte: Alexander Hoffmann konnte nach wenig aufregendem c4-Geschiebe irgendwann ein Bäuerchen erobern, allerdings bei so weitgehender Verflachung, dass die Stellung mit Schwerfiguren und ungleichen Läufern auch ziemlich bald das erwartete Unentschieden produzierte. Als nächster willigte Walter Linker in die Punkteteilung ein: Gegen den von Schachfreund Laudage angemischten Spritzbeton gab es trotz Läuferpaar und Raumvorteil kein unmittelbares Durchkommen, und bei allmählich knapp werdender Bedenkzeit war dieser Partieausgang auch o.k. Meine Partie, ein De2-Franzose, der in eine Art königsindischen Angriff überging, war eigentlich nur wegen eines kuriosen Protestes aufregend: Bei einer erzwungenen Abwicklung hatte ich bereits den nächsten Zug auf dem Partieformular notiert. Just in dem Moment kam mein Gegner bei seiner Notation aus dem Tritt, erbat sich mein Partieformular zur Korrektur und protestierte dann wegen Unsportlichkeit - man darf Züge nicht vorher notieren. Als sich die Wogen wieder geglättet hatten (Wolfgang Prüske zeichnete sich dabei als Mannschaftsführer ganz besonders aus) ging's weiter. Die Stellung wurde immer zweischneidiger, die Bedenkzeit bei beiden immer knapper und so um den 30. Zug bot mein Gegner remis an. Mein letzter Eindruck vom Mannschaftskampf war "das reicht mindestens zum 4:4" und so willigte ich ein. Hätte ich mich stattdessen mit der Stellung beschäftigt, dann wäre mir wahrscheinlich auch der unmittelbare Gewinnzug nicht entgangen.
An den vorderen Brettern sah es nicht so gut aus: Wolfgang Burchert las seinem Gegner so ziemlich jeden Wunsch von den Augen ab und wickelte aus zahmer Eröffnung direkt in ein völlig perspektivloses Endspiel ab. Wie sagte er nach der Partie völlig zurecht: Ich hätte eigentlich auch schon nach 20 Zügen aufgeben können. Thomas Rumpf ging die Sache wesentlich optimistischer an: Er bekam seine Leib-und-Magen-Eröffnung, die Vorstoßvariante im Franzosen. Leider stellte sich bald heraus, daß dies auch die Lieblingsvariante seines Gegners Ludger Grewe war, und so verpuffte die Initiative nach dem obligatorischen Bauernopfer immer mehr, bis schließlich ein glatt verlorenes Endspiel übrig blieb. Bleiben noch Brett 7 und 8 beim Spielstand von mittlerweile 2,5:3,5 gegen uns.
"Die Hoffnungen ruhten auf..." konnte man zu dem Zeitpunkt eigentlich nicht sagen: Bozidar Begna quälte sich in einem Leichtfigurenendspiel mit einem relativ wirkungslosen Läufer gegen einen Springer ab. Die Stellung war (und blieb es auch) ziemlich verschachtelt, so daß trotz Mehrbauer schließlich eine Punkteteilung zustande kam. Spielstand 3:4. Adalbert Dawid hatte seinen Gegener im Damengambit ausgleichen lassen, dann im Mittelspiel die Zügel angezogen und schließlich im Endspiel einen Bauern eingeheimst. Um die Spannung ein wenig zu erhöhen stellte er kurz vor der Zeitkontrolle eine Figur ein und wickelte auch gleich in ein technisches Endspiel mit Bauern auf beiden Flügeln und eben einem Minusspringer ab. Dieses Endspiel gewann ... Adalbert Dawid. Über das Wie und Warum könnte man viel schreiben - mangelnde Technik, falsche Einschätzung der Lage, Zeitnot - aber ein Detail gab mir doch zu denken: Während zeitweise ein Dutzend Hanseaten das Brett umringten, war von Osterfeld in dieser partieentscheidenden Phase wenig bis gar nichts im Turniersaal zu sehen. Vielleicht war es ja die psychologische Unterstützung, die letzten Endes den Ausschlag gab - jedenfalls kämpfte Adalbert wie ein angeschossener Prärielöwe, während man dem Gegner richtig ansehen konnte, wie er sich immer mehr verzettelte. Die Schlußstellung dürfte wohl auch schon glatt verloren gewesen sein, aber durch Zeitüberschreitung kam es schon gar nicht mehr zum Showdown. Ein gefühlter Mannschaftssieg, aber eben doch nur ein 4:4, mit dem beide Mannschaften im Kontakt zur Tabellenspitze bleiben.
VR
21 November 2007
Schach bei VW oder besser, mit VW (Volker, Wolfgang und Wolfgang)
Mit Unterstützung der heimischen Wirtschaft lässt in dieser Saison der SV BO-Linden aufmerken.
Ein großes Autohaus stellt sogar seine Räumlichkeiten für die Heimkämpfe zur Verfügung und verwöhnt die Gäste mit kostenlosen Getränken.
Vor dem Zug sorgte der Tabellenführer dann noch für eine 1950-er-DWZ-Überraschung an Brett 8.
In dem superspannenden Kampf fiel die Entscheidung erst in den letzten Minuten.
Die Hochrechnungen kamen bis kurz vor Schluss nicht über ein 4:4 hinaus. Die Hoffnung
wünschte einen Sieg auf beiden Seiten.
Alexander(5) hatte frühzeitig in ein flaches Remis eingewilligt. Bozidar (7)eröffnete seinem Mitspieler taktische Möglichkeiten um seinen König, rettete sich in ein Turmendspiel mit Patthoffnungen, verlor aber. „Rumpel“(2) vollendete zäh seinen Remiskampf und Punktesammler Walter(4) konnte das verschachtelte Gesamtwerk auch nicht aus den Angeln heben .
Wolfgang(6) hatte seinen Gegenüber frühzeitig mit dem Springermanöver c6,e7,g6,h8, aus der Reserve gelockt. Das Bauernopfer für Kompensation verflachte dann aber zum ersehnten Ausgleich.(2,5:2,5)
Die restlichen Partien gingen in die Verlängerung.
Wolfgang(1) transportierte seinen Eröffnungsvorteil bis ins Endspiel. Dort servierte er nicht nur den Zuschauern einen Leckerbissen der Extraklasse in einem Endspiel KS2B-KSB.(unbedingt nachspielen!)(2,5:3,5)
Adalbert(8) hatte bei überwiegendem leichten Vorteil zwischendurch ein Friedensangebot ausgeschlagen. Bei seinerseits L gegen 3B wurde das Remis dann aber beschleunigt.
Volker stand lange mit dem Rücken zur Wand.( Damenendspiel minus 2B), suchte aber ständig konzentriert ein Beschäftigungsschach, ließ bei einer Restzeit von jeweils 3 Minuten den Damentausch für ein Bauernendspiel 1 gegen 2 zu. Nach einigen Zügen willigte sein Gegenüber aber in die Gesamtniederlage ein.(3,5:4,5)
Eine absolute Mannschaftsleistung !
09 Oktober 2007
Hansa II gegen Horst-Emscher
Am Sonntag fand im Westfalen-Kolleg das vorgezogene Verbandsliga-Spiel aus der 2. Spielrunde zwischen unserer 2. Mannschaft und Horst-Emscher statt. Die Mannschaftsaufstellung unseres Gegners zeigte gleich zu Beginn, daß alle Spieler an Bord waren, zusätzlich betreut durch ihren 9. Mann, Mannschaftsführer Karl Kneip. In der 1. Runde traten die Gäste auch schon ohne Ersatz an; Horst-Emscher scheint sich in dieser Saison etwas vorgenommen zu haben, Hansa II aber auch!Die Partien waren alle hart umkämpft. Erst um 17:21 Uhr fiel die erste Entscheidung an Brett 2 zwischen Thomas Rumpf (Foto) und Jörg Patzer. Dauerschach gab es zum Ende dieser Partie. Der Gegner von Thomas ließ sich darauf ein, wahrscheinlich auch, weil er keinen Gewinnweg mehr gesehen haben dürfte.
Nur 9 Minuten später gab Adalbert Dawid auf. Da sein Gegner Arnim Bossy etwa 300 DWZ-Punkte mehr anzubieten hat, war es von vorn herein keine leichte Aufgabe für Adalbert. Ich bin mir sicher, daß er Chancen hatte, einen Achtungserfolg zu erzielen, und die Analyse wird das sicherlich bestätigen. Es hat aber nun nicht sollen sein. Mir zeigt dieses Beispiel, daß die stärksten Spieler einer Mannschaft nicht unbedingt immer vorn aufgestellt werden müssen. Horst-Emscher hat seine zwei stärksten Spieler an Brett 1 und an Brett 8 positioniert. Diese taktische Variante ist voll für die Gäste am Sonntag aufgegangen.
Volker Remmler spielte unentschieden gegen Andre Schütze. Die Schlußstellung ließ kein anderes Ergebnis zu. Walter Linker hatte eine Qualität geopfert und souverän seine Partie gewonnen. Damit hat er 2 Punkte aus 2 Partien! Sein Sieg bedeutete erst einmal Ausgleich. Hansa II ging in Führung mit dem Punkt von Božidar Begna, der gegen den DWZ schwächsten Dirk Dönges spielte. Begna spielte in der Eröffnung Pirc und interessanterweise war dieses auch Thema beim letzten Schachtraining mit Bernd Kohlweyer, sodaß Bernd ein „bißchen Pate“ bei diesem Sieg stand.
Drei Partien liefen nur noch. Würde Hansa II den Vorsprung halten können? Schön wäre es gewesen, aber die Expertenmeinung sah nicht nur anders aus, sondern die Zuschauer behielten auch noch recht. Alexander Hoffmann verlor. Er lief während der ganzen Partie seiner Zeit hinterher. Zum Schluß, als die „Klappe fiel“, hatte Alexander vielleicht noch zwei Minuten Bedenkzeit, während sein Gegner Marco Becker fast anderthalb Stunden hatte. Irgendwie hatte Marco es geschafft, unserem Alexander eine Eröffnung zu präsentieren, die er offensichtlich nicht kannte. Alexander sah mehr in der Eröffnung, als tatsächlich drin war. Seine Zeit hatte er praktisch in der Eröffnungsphase verbraucht und nur so ist nachzuvollziehen, daß er, ständig die Zeitnot im Nacken, nicht sah, daß er einzügig eine Figur hätte gewinnen können und somit seine Partie. Bekanntlich zählt aber das Geschehen auf dem Brett und nicht das Ergebnis der Analyse!
Die Partie von Wolfgang Burchert gegen Michael Kaspari zeichnete sich durch ein, wie ich finde, sehr interessantes Turm-Bauer-Endspiel aus. Die Eröffnung kann als anspruchslos bezeichnet werden, aber irgendwie hat Wolfgangs Gegner es doch geschafft, kleinere Initiativen zu entwickeln, denen unser Mann an Brett 1 nicht beizukommen wußte. Michael Kaspari mag das Endspiel „umständlich“ behandelt haben, letztendlich erreichte er mit diesem Brettpunkt schon mal ein Unentschieden für die Horst-Emscher-Truppe.
Es lief nur noch eine Partie, die an Brett 6 zwischen Wolfgang Prüske und Christoph Wolff. Wolfgang hat wirklich alles versucht, er hat hart und verbissen gekämpft und die Verschlechterung seiner Stellung, in der Zeitnotphase entstanden, einigermaßen wieder wettmachen können. Das Wunder trat nicht ein; wir wissen ja, wenn es ein Wunder gibt, dann heißt es McClain! Wolfgang und Christoph trennten sich nach fast sechs Stunden Spielzeit unentschieden, um es genau zu sagen: 19:48 Uhr stand die Niederlage der II. von Hansa fest. „Mama Mia“ kann ich da nur sagen! Das gemütliche Beisammensein anschließend im Restaurant „Mama Mia“ half hoffentlich ein wenig über die Niederlage hinweg.
Beide Seiten sind in Bestbesetzung angetreten, jede Partie war hart umkämpft. Wir hatten Chancen. Unsere Gegner auch. Horst-Emscher hat nicht unverdient gewonnen - 3½ zu 4½ für unsere Gäste, für uns eine äußerst knappe Niederlage. Mit einem Sieg und einer Niederlage dürften wir uns vorerst im Mittelfeld der Tabelle wiederfinden. In sechs Wochen erst, am 18.11., steht die 3. Runde für Hansa II an, dann auswärts beim SV Bochum-Linden. Wir sind zuversichtlich. (WWJentzsch)
02 September 2007
SC Hansa 2 - SF Brackel 2
Zum Saisonbeginn heute am 2. Sept. 2007 empfing unsere II. Mannschaft zuhause im Westfalen-Kolleg den Verein SF Brackel 30. Um es gleich vorweg zu nehmen, unsere Truppe hat ihr Auftaktspiel knapp gewonnen, aber gewonnen. Möge dieses ein gutes Zeichen für Schach Hansa in der neuen Spielzeit sein!
Zahlreiche Schlachtenbummler schauten unserer II. beim Spiel zu, sogar unser jüngstes Vereinsmitglied, Enrico Eichner, ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit seinem Vater den Partien zuzuschauen.
Nach zwei Stunden Spielzeit sah es gut für unsere II. aus und es stellte sich die Frage, wer macht den ersten vollen Punkt? Die Frage wurde von Thomas Rumpf beantwortet; er beendete seine Partie mit einem Sieg gegen den jungen Martin Strathoff. In der Eröffnungsphase stellte Martin Strathoff einen Bauern ein, danach wurde alles getauscht und der Mehrbauer zur Dame umgewandelt. So einfach kann Schachspielen sein! Ein nie gefährdeter Sieg!
Den Ausgleich schafften unsere Gäste mit der doch überraschenden Niederlage von Jens Zelt, der für Alexander Hoffmann als Ersatz eingesetzt wurde. Durch einen Fingerfehler von Jens Zelt wurde das Ende der Partie extrem beschleunigt; es ermöglichte dem Gegner ein Figurenopfer mit Aufgabe. Hinzuzufügen sei noch, daß nach vielen Jahren Jens Zelt, als Ersatzspieler immer eine sichere Bank, erstmals wieder eine Niederlage zugefügt werden konnte.
Volker Remmler und Walter Linker gewannen klar ihre Partien und bestätigten damit den Gesamteindruck vom Spielverlauf, es lief alles auf einen Sieg für unsere II. hinaus.
War es bei Volker Remmler die Eröffnung, in der die Weichen für seinen Sieg gelegt wurden, so war es bei Walter Linker sein dominierendes Mittelspiel.
Mit der Niederlage von Wolfgang Burchert erzielten die Gäste den „Anschlußtreffer“. Die Partie an Brett 1 hätte, allerdings in komplizierter Stellung, in ein Remis abgewickelt werden können. Leider hat unser Mann diese Möglichkeit nicht gesehen.
Die Zeitkontrolle wurde ohne Probleme von den noch Spielenden geschafft. Wolfgang Prüske erzielte ein Unentschieden, mit dem er letztendlich zufrieden sein konnte. Mehrbauern gegen Offizier und nicht entwickelte Figuren auf der Grundreihe – eine interessante Partie.
Jens Strathoff hatte remis angeboten und es war klar, daß Adalbert Dawid sofort annehmen würde, auch wenn er eine etwas bessere Stellung hatte. Aber Hansa II hatte damit auf jeden Fall einen Mannschaftspunkt sicher.
Festzuhalten ist an dieser Stelle, es wurde auf einmal „eng“. Der Schreiber dieser Zeilen, also ich, gibt zu, daß ihm diese Partie von Anfang an gefallen hat. Angriffsspiel! Hinter den Kulissen wurde immer wieder heftig über diese Partie diskutiert mit allen drei möglichen Endergebnissen. Tatsache ist, daß „BB“, unser Božidar Begna, in der Schlußphase aufpassen mußte, daß sein Gegner, Werner Mrozinski, ihm nicht noch aus „der Kiste sprang“. Die Stellung dürfte irgendwann für uns gewonnen gewesen sein, aber Werner Mrozinski hatte die viel, viel bessere Zeit. Es ist ein glückliches Remis für uns. Die Nerven beider Spieler in der Schlußphase dürften bei diesem Resultat sicherlich auch mitgespielt haben.
Ein Sieg, der anfangs hoch auszufallen schien, und zum Schluß doch nur knapp ausfiel! Wir haben gewonnen, das allein zählt. (WWJentzsch)