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30 Mai 2008

Impression aus Magdeburg

Wie schon im Bericht über das Magdeburg Wochenende geschrieben, musste ich am Freitag gegen einen alten Bekannten antreten. IM Michael Hoffmann "Hoffi" wählte die äußerst zweischneidige Botwinnik Variante im Halbslawischen Damengambit, die immer zu spannenden und irrationalen Stellungen führt. Nun auf speziellen Wunsch die Partie zum Nachspielen am Bildschirm.
Hier geht es zur Partie ->
Kommentare sind wie immer gern gesehen!

29 Mai 2008

DSB Pokal „Final Four“ in Magdeburg

Ein Bericht von Thomas Henrichs
Freitag 23.05.08
Zum Pokalfinale nach Magdeburg waren die Mannschaften von Baden-Oos, Aljechin Solingen, Nickelhütte Aue und Hansa Dortmund angereist.Die Auslosung der ersten Runde brachte uns ein Heimspiel gegen die Mannschaft von Aljechin Solingen. Obwohl wir nominell unterlegen waren, spiegelte der Kampfverlauf dies keinesfalls wider. Am 4.Brett hatte es Thomas „Rumpel“ mit dem Solinger IM Markus Schäfer zu tun. Aber Markus konnte weniger als nichts aus den weißen Steinen machen und so folgte hier der erste frühe Remisschluß. An Brett 1 konnte Bernd den Anzugsvorteil von GM Sipke Ernst nicht nur leicht neutralisieren, sondern verpasste leider eine gute Chance frühzeitig die strategische Initiative zu übernehmen. Am Ende daher ein leistungsgerechtes Remis. Ich bekam es am 2.Brett mit einem alten Bekannten zu tun. IM Michael Hoffmann wählte die messerscharfe Botwinnik Variante im Halbslawen. Da ich mich erst vor kurzem ausführlich mit dieser Spielweise befasst hatte, war ich recht zuversichtlich. Wie für diese Variante üblich entwickelten sich schnell irrationale Stellungsbilder. Leider verpasste ich zwei gute Chancen einen großen Vorteil zu bekommen, weshalb dann ein Dauerschach das logische Ende einer von beiden Seiten nicht fehlerfrei geführten Partie war. Hans-Werner an Brett 3 bekam in der Partie gegen IM Jörg „Kendo“ Wegerle frühzeitig das Läuferpaar und hätte wohl auch die Schlussstellung risikolos weiterkneten können. Aber auch hier remis.
Nach dem 2:2 in den regulären Partien musste nun laut Regularien ein Blitzwettkampf entscheiden. Hierbei blieb die Brettreihenfolge unverändert, lediglich die Farben wurden getauscht. Statt aber diesen Blitzentscheid direkt im Anschluss zu spielen mussten wir länger als eine Stunde warten, um dann in einer hinteren Ecke des großen Turniersaals, in dem übrigens immer noch Partien des RAMADA Cups liefen, endlich loslegen zu können. Alles andere als ideale Spielbedingungen. Unwillkürlich frage ich mich wie die Verantwortlichen gehandelt hätten, wenn die Ooser ihren Spitzenmann Vishy Anand ans Brett gebracht hätten. Ob man wohl noch umdisponiert hätte um etwas bessere Spielbedingungen zu schaffen?
Leider verloren wir dieses Match mit 0,5:3,5, wobei wir aber nicht so chancenlos waren wie es das Ergebnis vielleicht vermuten lässt.

Samstag, 24.05.08
Am Samstag früh wurden um 10.00 das Finale und das Spiel um Platz 3 angepfiffen. Wir präsentierten uns hier in ziemlich guter Verfassung und konnten die Mannschaft von Nickelhütte Aue, die immerhin mit 3 Großmeistern angetreten war, mit einem verdienten 2,5:1,5 Sieg ausschalten.
Die Einzelergebnisse:
1.Brett: IM Henrichs, Thomas- GM Meijers,Viesturs 1:0
2.Brett: IM Kohlweyer,Bernd – GM Rogozenko, Dorian 1:0
3.Brett: FM Ackermann,H-W – GM Oral, Thomas 0:1
4.Brett: Rumpf, Thomas –FM Wichmann,Cliff remis
Wir spielten an Brett 1 und 4 mit Weiß, an Brett 2 und 3 mit Schwarz.
Eine super Mannschaftsleistung, die eventuell sogar die Qualifikation für den Europapokal der Mannschaften bedeutet. Hier müssen wir noch auf eine Bestätigung von offizieller Seite warten. Für Hansa wohl einer der größten Erfolge in der bisherigen Vereinsgeschichte. Danke von meiner Seite an die Spieler die an diesem Pokalerfolg beteiligt waren. sowie unseren WWJ ohne dessen Hilfe es so nicht hätte funktionieren können.
Im parallelen Finale bezwang Baaden-Oos die Mannschaft von Aljechin Solingen mit 3,5:0,5 und schaffte damit nach dem Titel in der Herren und Frauen Bundesliga das Triple. Glückwunsch dazu auch von dieser Stelle!

23 Mai 2008

Hansa spielt "nur" um Platz 3 -- Kohlweyer, Henrichs, Ackermann und Rumpf nach 2:2 im anschließenden Blitz-Stichkampf unglücklich ausgeschieden

Pokalfights und Vorentscheidungen: Das passt in der Regel nicht zusammen, denn wo es Pokalspiele gibt, spielen Vorentscheidungen in Tabellen keine Rolle. Bei uns geht das aber – denn watt mutt datt mutt.
Die Pokalspieler haben inzwischen jeweils ihr Finale bestimmt - und zwar durch einen äußerst kiebitzfreundlichen Endspurt. Dortmund und Solingen lieferten sich ein tolles Blitzfinale, das Solingen mit 3,5:0,5 für sich entschied. Damit steht das Finale im Mannschaftspokal mit dem deutschen Doppel-Meister OSC Baden-Baden, der nun auch noch das Pokalfinale für sich entscheiden kann. Und die sind richtig gut aufgestellt hier in Magdeburg. Arkadij Naiditsch ist dabei an Eins, dann Micha Krasenkow, Philipp Schlosser und Fabian Döttling. Beim morgigen Gegner Aljechin Solingen traten heute an: Ernst Sipke, Michael Hoffmann, Jörg Wegerle und Markus Schäfer.
Die unterlegenen Nickelhütte Aue und Hansa Dortmund bestreiten morgen das Spiel um den Platz Drei. Im Einzelpokal setzte sich Oliver Müller vom Deutschen Blinde- und Sehbehindertenschachverband gegen FM Hauke Reddmann durch und Thomas Frotscher erzielte ein Remis gegen FM Hans-Joachim Vatter. Im Blitzen warf der erfahrene Spieler aus Freiburg-Wiehre den letzten verbliebenen Magdeburger Lokalheld aus dem Rennen. Somit stehen im Finale: Hans-Joachim Vatter und Oliver Müller, dessen Trainer Detlef Neukirch damit hochzufrieden ist.
Unterdessen kam es zu oben besagten Vorentscheidungen beim Ramada-Cup. Und da geht es in den meisten Gruppen kräftig zur Sache.

23.05.2008, Quelle: Klaus-Jörg Lais, www.schachbund.de, Deutscher Schachbund – Aktuelle Nachrichten

03 März 2008

NRW-Oberliga & DSB-Pokal: Triumph und Niederlage binnen 24 Stunden

(voi) Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt schwankte die Stimmung im Westfalen-Kolleg innerhalb von nur 24 Stunden: Am Samstag, dem 1. März, feierte der Schachclub Hansa mit dem sensationellen Einzug ins Halbfinale des DSB-Viererpokals noch einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte, ließ dann aber am Sonntag in Runde 7 der NRW-Oberliga die Chance ungenutzt, zur Tabellenspitze aufzuschließen.

Den entscheidenden Treffer beim Pokalsieg gegen den favorisierten Zweitligisten Lübecker SV landete Thomas Henrichs, der seine bestechende Form von der vor einer Woche zu Ende gegangenen Deutschen Einzelmeisterschaft konservieren und an Brett 1 den starken Großmeister Lars-Bo Hansen ausschalten konnte. Lange Zeit hatten sich die Kontrahenten nicht aus der Deckung gewagt, doch in beiderseitiger Zeitnot stürmte Henrichs mit seinen Schwerfiguren die gegnerische Königsstellung und brachte den schwarzen Monarchen zur Strecke. Zwei Remis von Bernd Kohlweyer und Wolfgang Burchert reichten dann für ein 2:2 und den Sieg nach Feinwertung. In der Runde der letzten Vier am 23.-24. Mai in Magdeburg warten der Deutsche Meister OSC Baden Baden und die Bundesliga-Mannschaft der SG Aljechin Solingen sowie der ESV Nickelhütte Aue.

Allerdings gelang es der Hansa-Truppe nicht, den Schwung bis zum regulären NRW-Oberliga-Einsatz gegen den Tabellenletzten Düsseldorfer SK am nächsten Morgen mitzunehmen. Zwar rauschte der Henrichs-Express auch diesmal unaufhaltsam zum Sieg, doch einige der angekoppelten Waggons entgleisten: Während Thomas Schunk sein Endspiel böse misshandelte, lud Bernd Kohlweyers passives Spiel seinen Gegner zum erfolgreichen Königsangriff ein. Zur tragischen Figur des Kampfes wurde jedoch Volker Remmler. Der hatte seinen Gegner völlig überspielt, patzte aber buchstäblich in letzter Sekunde, als er beim Ausführen seines 40. Zuges die Zeit überschritt. Diese unglückliche Niederlage sollte sich als entscheidend erweisen, denn am Ende reichten die halben Punkte von Klyuner, Eismont und Mainka sowie der Sieg von Hans Werner Ackermann nur zu einem enttäuschenden 3,5:4,5.

Ärgerlich und erfreulich zugleich waren die Nachrichten von den beiden Spitzenreitern der Oberliga: Die patzten ebenfalls, so dass der Aufstieg trotz der Niederlage theoretisch immer noch möglich bleibt – vorausgesetzt, die weiterhin drittplatzierten Hanseaten rappeln sich bis zum entscheidenden Duell gegen den Tabellenzweiten SV Betzdorf-Kirchen am 6. April wieder auf und landen dort einen deutlichen Sieg.

 

Felix Voigt, 3. März 2008

 

03 Februar 2008

Lübecker SV wartet im Viertelfinale des DSB-Mannschaftspokals

(awa)   Den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister OSC Baden Baden im Westfalen-Kolleg begrüßen zu dürfen, hätte uns sicherlich sehr gefreut, wäre  - je nach Aufstellung -  auch eine Attraktion für die Schachgemeinschaft Dortmund gewesen. Nunmehr ist die Aufgabe gegen den Lübecker SV lösbarer, jedenfalls offen. Der SC Hansa Dortmund e.V. hat die Chance, in das Finale der „Final Four“ einzuziehen.

Die Auslosung des Viertelfinales der Deutschen Schach-Pokal-Meisterschaft für Mannschaften am 1. März 2008, Spielbeginn um 14.00 Uhr, hat insgesamt die nachfolgenden Paarungen ergeben:
SC Hansa Dortmund           -   Lübecker SV
SSG ZN Hungen/Lich          -  SG Aljechin Solingen
SG Löberitz                          -   ESV Nickelhütte Aue
FC Bayern München            -  OSC Baden Baden

Weitere Informationen (Ansprechpartner, Mannschaftsaufstellungen, Spiellokal, Schiedsrichtereinteilung usw.) folgen in Kürze.

30 Januar 2008

DSB-Pokal: SC Hansa kippt Erstligisten Godesberger SK

[voi] Den dicksten Brocken räumte der SC Hansa schon am Samstag (26. Januar) aus dem Weg: In der Zwischenrunde des DSB-Viererpokals besiegten die Dortmunder den Erstligisten Godesberger SK nach einem 2:2 dank der besseren Feinwertung.

Matchwinner im Westfalen-Kolleg war, wie schon beim letzten Oberligaspiel, Bernd Kohlweyer. Dieser hatte seinen Gegner von Anfang an im Griff, unterband konsequent jedes Gegenspiel und holte nach den Remis von Thomas Henrichs und Hans Werner Ackermann den entscheidenden Punkt. Aufgrund der Berliner Wertung konnte nämlich auch Deto Bischofs anschießende Niederlage den Hansa-Sieg nicht mehr gefährden. Allerdings waren die Godesberger nicht mit den ganz großen Namen ihrer Erstliga-Mannschaft angereist, weshalb schon vor der Begegnung klar war, dass das Duell auf Augenhöhe stattfinden würde.

Nicht so am Sonntag: Aus der deutlich schwächeren Parallelpaarung am Samstag ging der SC Bad Salzdetfurth als Sieger hervor und musste nun gegen die klar favorisierten Hanseaten antreten. Die lösten ihre Aufgabe souverän, wobei insbesondere Endspielexperte Vyacheslav Klyuner sein Können zeigte, indem er, für den verhinderten Henrichs an Brett 1 zum Einsatz kommend, seinen Gegner in einem eigentlich ausgeglichenen Leichtfigurenendspiel dank hervorragender Technik sehenswert überspielte. Der SC Hansa gewann schließlich ungefährdet mit 3.5:0.5 und steht nun im Viertelfinale des DSB-Pokals, was schon jetzt ein großer Erfolg ist – immer noch mit der Option auf mehr.

 

Felix Voigt, 28.01.2008

13 Januar 2008

Bezirks-Mannschaftspokal: SC Hansa siegt zum sechsten Mal in Folge

[voi] Die große Sensation blieb aus: Im Finale des Bezirks-Mannschaftspokals ließ der SC Hansa am vergangenen Freitag, dem 11. Januar, nichts anbrennen. Gegen den ganze sechs Klassen tiefer spielenden Überraschungsfinalisten und krassen Außenseiter, die Schachunion Huckarde-Westerfilde, siegte Dortmunds Spitzenteam im heimischen Westfalen-Kolleg klar mit 4:0 und holte sich damit die prestigeträchtige Mannschaftstrophäe zum sechsten Mal in Folge.

Schon früh zeichnete sich ab, dass die ungleiche Begegnung ihren erwartungsgemäßen Ausgang nehmen würde: Thomas Rumpf kam gegen die Nachwuchshoffnung der Schachunion, Daniel Rossa, genauso mit klarem Vorteil aus der Eröffnung wie Deto Bischof gegen Hans Joachim Klein. Während Rumpf mit unangenehmen Drohungen gegen Rossas im Zentrum gestrandeten König schnell die Entscheidung herbeiführte, gewann Bischof ungefährdet im Endspiel. Für das 3:0 sorgte Wolfgang Burchert, der sich gegen Ralf Iwannek zunächst sowohl Raumvorteil als auch Entwicklungsvorsprung erarbeitete und seinen Gegner dann langsam an die Wand drückte. Burchert steht am kommenden Freitag, dem 18. Januar, auch im Finale des Bezirks-Einzelpokals, wo mit dem amtierenden Stadtmeister Thomas Fiebig allerdings ein richtig harter Brocken wartet.

Nicht leicht tat sich Bernd Kohlweyer mit seiner Favoritenrolle am Spitzenbrett. Aus einer leicht besseren Stellung heraus gewann er zwar schließlich einen Bauern, erkaufte sich diesen aber mit dem Übergang in ein schwer zu verwertendes Damenendspiel. Tatsächlich rückte das Sensations-Remis für seinen Gegner Orlando Haufe in greifbare Nähe, doch nach einer kleinen Unaufmerksamkeit des Underdogs konnte Kohlweyer den Damentausch erzwingen und die Partie für sich entscheiden.

Die Schachunion Huckarde-Westerfilde dürfte die Niederlage dennoch gelassen nehmen. Die Finalteilnahme, begünstigt durch eine glückliche Auslosung und einige starke Mannschaftsleistungen, stellt immerhin einen ersten großen Erfolg in der gerade einmal halbjährigen Vereinsgeschichte dar.

17 Dezember 2007

DSB-Pokal: Entscheidung erst im Blitzen

[voi] Die Entscheidung fiel erst in der Verlängerung: Im Mannschaftspokal des Deutschen Schachbundes setzte sich der SC Hansa am vergangenen Samstag, dem 15. Dezember, erst im Blitzen durch. Nach den regulären Partien der Vorrundenbegegnung gegen den HSK-Post SV Hannover stand es 2:2. Diese für die Zuschauer im Westfalenkolleg denkbar spannendste Form der Entscheidungsfindung kam zum Einsatz, weil zuvor alle vier Partien Remis ausgegangen waren, was auch in der Feinwertung Gleichstand bedeutete.

 

Das auf den ersten Blick friedliche Ergebnis entsprach jedoch keinesfalls dem durchaus spannenden Kampfverlauf: Während Deto Bischof an Brett 3 vergeblich versucht hatte, die Stellung zu verkomplizieren, um als Weißer etwas aus dem Anzugsvorteil zu machen, musste sich Thomas Henrichs am Spitzenbrett ganz schön strecken. Nachdem der Internationale Meister mit Schwarz bequem ausgeglichen und lange Zeit etwas besser gestanden hatte, verlor er in dem Bestreben, gegen seinen nominell unterlegenen Gegner noch etwas mehr aus der Stellung herauszuholen, seine Bedenkzeit völlig aus den Augen. In hochgradiger Zeitnot büßte er eine Qualität ein und hatte zusätzlich mit einer unangenehm luftigen Königsstellung zu kämpfen. Beherztes Gegenspiel und ein weit vorgerückter Freibauer erwiesen sich jedoch letztlich als ausreichend, um den halben Punkt zu retten.

 

Unzufrieden zeigte sich Thomas Rumpf nach seiner Partie an Brett 4: Mit guter Stellung und einem Mehrbauern auf der Haben-Seite ließ er mehrmals Gewinnfortsetzungen aus und musste sich am Ende mit Remis zufrieden geben. Der letzte Friedensschluss kam an Brett 2 zustande: Hier geriet Hans Werner Ackermann, ähnlich wie Henrichs, bei dem Versuch, mehr aus einer relativ ausgeglichenen Stellung zu machen in Zeitnot, meisterte diese kritische Partiephase aber souverän und willigte schließlich ins Remis ein, da sich die Hanseaten in der nun anstehenden Blitzentscheidung die besseren Chancen ausrechneten. Und sie sollten Recht behalten: Die in dieser Disziplin traditionell starken Henrichs und Ackermann gewannen genauso wie Rumpf, so dass Bischofs Niederlage nicht mehr ins Gewicht fiel. Die nächste DSB-Pokalrunde wird am letzten Januarwochenende ausgetragen. Ort und Gegner stehen noch nicht fest.

 

Nach dem Pokalerfolg zog Hansas Vorsitzender Andreas Warsitz ein versöhnliches Resümee zum Jahresende: Für die 1. Mannschaft ist der Aufstiegszug in die 2. Bundesliga noch nicht ganz abgefahren, die 3. Mannschaft ist auf dem direkten Weg zurück in die Verbandsliga, auf Bezirksebene steht man sowohl im Mannschaftspokal als auch (mit Wolfgang Burchert) im Einzelpokal im Finale, und in den Blitzwettbewerben des Bezirks dominierten die Hanseaten ebenfalls das Geschehen.

12 Dezember 2007

SGDO-Pokalwettbewerbe: SU Huckarde-Westerfilde im Finale

[voi] Im Mannschaftspokal der SGDO gelang der Schachunion Huckarde-Westerfilde am vergangen Freitag, dem 7. Dezember, eine kleine Überraschung: Nach einem 2.5:1.5-Sieg gegen den Bezirksligisten SVG Marten-Bövinghausen steht der zu Saisonbeginn fusionierte Verein im Finale. Dank einer günstigen Auslosung wartet dort nun zum ersten Mal im Turnierverlauf mit dem SC Hansa ein wirklich übermächtiger Gegner.

 

Die Hanseaten hatten sich im Halbfinale mit ebenfalls 2.5:1.5 überraschend knapp gegen den Dortmunder SV durchgesetzt. Ein vorschnelles Remis von Bernd Kohlweyer gegen Rainer Wittmann und Deto Bischofs unerwartete Niederlage gegen Hans Günther Bryjak brachten Thomas Henrichs an Brett 1 ins Schwitzen, denn laut Berliner Wertung musste er nun gewinnen, um den Mannschaftssieg sicherzustellen – was nach einer kleinen Endspiel-Unaufmerksamkeit seines Gegners Karl-Heinz Hüttemann letztlich auch gelang.

 

Im Einzelturnier setzten sich die Favoriten durch: Stadtmeister Thomas Fiebig von den Schachfreunden Brackel besiegte Jens Zelt (SC Hansa), und Wolfgang Burchert (ebenfalls Hansa) setzte sich gegen das Eichlinghofener Nachwuchstalent Markus Grewe durch. Die Finals der beiden Pokalwettbewerbe werden am Freitag, den 11. Januar 2008 im Westfalenkolleg ausgetragen.

24 November 2007

Viererpokal Bezirksebene 2.Runde:

Hansa Dortmund - Doppelbauer Brambauer 3:1

Bauch O - Henrichs 0:1
Kohlweyer - Bracht remis
Bischof - Schulz 1:0
Bauch R - Smolka remis

Lockerer Sieg gegen Doppelbauer Brambauer

In der zweiten Runde des Bezirks-Viererpokals trafen am Freitag im Westfalenkolleg die Mannschaften von Hansa und Doppelbauer Brambauer aufeinander. Hansas starke Aufstellung ließ eine entspannte Angelegenheit und einen lockeren Sieg erwarten, genauso passierte es. An Brett 1 baute sich Brambauers Spitzenmann Olaf Bauch mit Weiß in einem Sizilianer sehr ansprechend und aggressiv auf. Aber schon nach dem ersten taktischen Schlagabtausch musste er Thomas die Hand zur Aufgabe reichen. Er hatte etwas grobes Übersehen und verlor Material. Dieses schnelle 1-0 für uns gab der Mannschaft noch mehr Sicherheit.

Spannung sollte aber sowieso nicht mehr aufkommen. An Brett 4 überraschte Ralf Bauch seinen Gegner Alexander Smolka mit einem Remisangebot nach nur 12 Zügen. Eine Woche zuvor hatte Alex denselben Gegner im Mannschaftskampf der Dritten noch fürchterlich zugerichtet, vielleicht mit ein Grund warum Ralf sich nicht zutraute, seine ganz ordentliche Stellung auf Sieg zu spielen. Nach über 30-minütigem Nachdenken wurde das Angebot angenommen, zumal zu diesem Zeitpunkt Deto und Bernd klar überlegene Stellungen auf dem Brett hatten. Ein Remis aus diesen beiden Partien würde ja schon zum Mannschaftssieg reichen. Deto Bischof war es, der die Sache dann unter Dach und Fach brachte. Hartmut Schulz quälte sich, wie schon oft gesehen und bemitleidet, mit einem schlechten Stonewall herum. Deto fand das richtige Rezept und drückte den Gegner gekonnt an die Wand. Rückständiger Bauer und superschlechte Läufer, das konnte für "Hardy" nicht gutgehen. Doch plötzlich wurde die Zuschauer-Stimmung im Raum immer nervöser. Grund war der Zeitverbrauch der beiden und Detos drohende Zeitnot. Hartmut: 1h17min - Deto: 7min Restbedenkzeit für 15 Züge. Das ist für unseren Zeitnotexperten ja noch keine Bedrohung. Doch was nun folgte ist entweder sowas von cool und abgebrüht oder einfach nur wahnsinnig krank. Mit seinen wenigen 7 Minuten stand Deto auf verließ den Raum, (wenn die Blase drückt, was will man machen?). Blitzschnell machte sein Gegner seinen Zug und Detos Zeit lief ... und lief ... und lief. Anwesende wurden sichtlich nervös. Nach ca. 2 Minuten kam er zurück um dann erstmal seelenruhig was an die Garderobe zu hängen und dann in entspannter Hast ans Brett zurück. Noch 5 Minuten für 15 Züge. Deto machte es sich bequem und brütete erstmal vor sich hin, ließ sich weitere gut 2 Minuten Zeit, um seinen nächsten Zug ruhig aufs Brett zu stellen. Wie cool/verrückt muss man sein wenn man 7 Minuten für 15 Züge für den nächsten Zug 4(!!) Minuten verbraucht, danach folglich nur noch 3 Minuten für 14 Züge hat. Doch Hartmut ließ sich durch diese Abgebrühtheit seines Gegners aus dem Konzept bringen und zog schnell mit. Das ging aber gründlich in die Hose, denn schwupps ging eine Figur von ihm flöten. Den Rest absolvierte Deto in überlegener Manier. Der Mannschaftserfolg war damit gesichert.

Blieb noch Bernd, der seine "Traumstellung", erfolgreicher Minoritätsangriff mit Pressing gegen c6, nicht zielgerichtet genug ausbaute. Es kam zu einer Abwicklung in der er zwar eine Figur gewann, er seinem Gegner Michael Bracht aber unnötig viele Bauern überließ, ein Zwischenschach von Bernd hätte alles klar gemacht. Plötzlich bekam Bracht ein paar gefährliche Bauern ins Rollen, der schlechtstehende Mehrspringer war nicht viel wert. Bernd musste sogar noch aufpassen nicht zu verlieren, aber die spätere Analyse zeigte, dass das Remis das korrekte Ergebnis war.

3:1 gewonnen - ein Pflichtsieg.
(bk)

28 Oktober 2007

Hansa siegt im Auftakt-Knaller


Spannende erste Runde beim Mannschaftspokal

(voi) Mit einem echten Knaller gleich zum Auftakt startete am vergangenen Freitag [26. Oktober] der Dortmunder Mannschaftspokal im Westfalen-Kolleg. Direkt in der ersten Runde trafen dort mit dem SC Hansa und den Schachfreunden Brackel die zwei größten und gleichzeitig spielstärksten Dortmunder Schachvereine aufeinander. Und tatsächlich erwies sich der Spielverlauf eines Gipfeltreffens würdig und endete denkbar knapp mit 2:2 bei besserer Feinwertung für die Hanseaten, die somit eine Runde weiter sind.

Dabei musste Hansa, aufgrund des stärkeren Kaders eigentlich favorisiert, kurz vor dem Kampf die Absage eines Stammspielers verkraften, wonach es von der Papierform her relativ ausgeglichen aussah, denn die Brackeler hatten ihre beste Truppe aufgeboten. Nach einem Remis zwischen IM Bernd Kohlweyer und der Brackeler Nachwuchshoffnung Patrick Zelbel an Brett 2 sowie einem schnellen Sieg von Christian Goldschmidt gegen Andreas Kropp an Brett 4 sah es zunächst recht gut aus für Brackel. Als dann auch noch Hansas Spitzenmann IM Thomas Henrichs gegen den amtierenden Stadtmeister Thomas Fiebig nach etlichen verpassten Chancen trotz zweier verbundener Mehrbauern im Damenendspiel seine Gewinnversuche in beidseits hoher Zeitnot einstellen musste, blickte alles auf die hochdramatische Schlussphase an Brett 3. Dort hatte Wolfgang Burchert den Brackeler Soel Kartsev ganz allmählich an die Wand gespielt, doch bei weniger als 3 Minuten Restbedenkzeit pro Spieler überstürzten sich die Ereignisse: Erst stellte Burchert den ganzen Stolz seiner Stellung, einen weit vorgerückten Freibauern ein, woraufhin sich der sonst so abgebrühte Kartsev revanchierte, indem er, statt mit jetzt ausgeglichenem Material weiter ums Remis und somit den Mannschaftssieg zu kämpfen, direkt im Antwortzug eine ganze Figur stehenließ.

Viele der kleineren Vereine verzichteten angesichts solch übermächtiger Gegnerschaft gleich ganz auf die Pokalteilnahme. So bewies unter den Kreisligisten lediglich der SV Brechten einen gewissen Mut, der dann allerdings nicht belohnt wurde, denn gegen den Bezirksligisten SVg Marten-Bövinghausen verlor man klar mit 4:0.

Die weiteren Ergebnisse im Überblick: FS 98 - DSV 1875 1.5:2.5, SC Doppelbauer Brambauer - SV Rochade Eving 2.5:1.5 und SU Huckarde-Westerfilde - SF Berghofen-Wambel 3:1.

Der reguläre Oberligabetrieb geht im Westfalen-Kolleg schon am kommenden Sonntag [4. November] ab 11 Uhr weiter. Dann empfängt der SC Hansa den Turm Lippstadt, wobei den Hanseaten erneut die Favoritenrolle zukommen wird.