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Pokalfights und Vorentscheidungen: Das passt in der Regel nicht zusammen, denn wo es Pokalspiele gibt, spielen Vorentscheidungen in Tabellen keine Rolle. Bei uns geht das aber – denn watt mutt datt mutt.
Die Pokalspieler haben inzwischen jeweils ihr Finale bestimmt - und zwar durch einen äußerst kiebitzfreundlichen Endspurt. Dortmund und Solingen lieferten sich ein tolles Blitzfinale, das Solingen mit 3,5:0,5 für sich entschied. Damit steht das Finale im Mannschaftspokal mit dem deutschen Doppel-Meister OSC Baden-Baden, der nun auch noch das Pokalfinale für sich entscheiden kann. Und die sind richtig gut aufgestellt hier in Magdeburg. Arkadij Naiditsch ist dabei an Eins, dann Micha Krasenkow, Philipp Schlosser und Fabian Döttling. Beim morgigen Gegner Aljechin Solingen traten heute an: Ernst Sipke, Michael Hoffmann, Jörg Wegerle und Markus Schäfer.
Die unterlegenen Nickelhütte Aue und Hansa Dortmund bestreiten morgen das Spiel um den Platz Drei. Im Einzelpokal setzte sich Oliver Müller vom Deutschen Blinde- und Sehbehindertenschachverband gegen FM Hauke Reddmann durch und Thomas Frotscher erzielte ein Remis gegen FM Hans-Joachim Vatter. Im Blitzen warf der erfahrene Spieler aus Freiburg-Wiehre den letzten verbliebenen Magdeburger Lokalheld aus dem Rennen. Somit stehen im Finale: Hans-Joachim Vatter und Oliver Müller, dessen Trainer Detlef Neukirch damit hochzufrieden ist.
Unterdessen kam es zu oben besagten Vorentscheidungen beim Ramada-Cup. Und da geht es in den meisten Gruppen kräftig zur Sache.
23.05.2008, Quelle: Klaus-Jörg Lais, www.schachbund.de, Deutscher Schachbund – Aktuelle Nachrichten
(voi) Zwischen himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt schwankte die Stimmung im Westfalen-Kolleg innerhalb von nur 24 Stunden: Am Samstag, dem 1. März, feierte der Schachclub Hansa mit dem sensationellen Einzug ins Halbfinale des DSB-Viererpokals noch einen der größten Erfolge der Vereinsgeschichte, ließ dann aber am Sonntag in Runde 7 der NRW-Oberliga die Chance ungenutzt, zur Tabellenspitze aufzuschließen.
Den entscheidenden Treffer beim Pokalsieg gegen den favorisierten Zweitligisten Lübecker SV landete Thomas Henrichs, der seine bestechende Form von der vor einer Woche zu Ende gegangenen Deutschen Einzelmeisterschaft konservieren und an Brett 1 den starken Großmeister Lars-Bo Hansen ausschalten konnte. Lange Zeit hatten sich die Kontrahenten nicht aus der Deckung gewagt, doch in beiderseitiger Zeitnot stürmte Henrichs mit seinen Schwerfiguren die gegnerische Königsstellung und brachte den schwarzen Monarchen zur Strecke. Zwei Remis von Bernd Kohlweyer und Wolfgang Burchert reichten dann für ein 2:2 und den Sieg nach Feinwertung. In der Runde der letzten Vier am 23.-24. Mai in Magdeburg warten der Deutsche Meister OSC Baden Baden und die Bundesliga-Mannschaft der SG Aljechin Solingen sowie der ESV Nickelhütte Aue.
Allerdings gelang es der Hansa-Truppe nicht, den Schwung bis zum regulären NRW-Oberliga-Einsatz gegen den Tabellenletzten Düsseldorfer SK am nächsten Morgen mitzunehmen. Zwar rauschte der Henrichs-Express auch diesmal unaufhaltsam zum Sieg, doch einige der angekoppelten Waggons entgleisten: Während Thomas Schunk sein Endspiel böse misshandelte, lud Bernd Kohlweyers passives Spiel seinen Gegner zum erfolgreichen Königsangriff ein. Zur tragischen Figur des Kampfes wurde jedoch Volker Remmler. Der hatte seinen Gegner völlig überspielt, patzte aber buchstäblich in letzter Sekunde, als er beim Ausführen seines 40. Zuges die Zeit überschritt. Diese unglückliche Niederlage sollte sich als entscheidend erweisen, denn am Ende reichten die halben Punkte von Klyuner, Eismont und Mainka sowie der Sieg von Hans Werner Ackermann nur zu einem enttäuschenden 3,5:4,5.
Ärgerlich und erfreulich zugleich waren die Nachrichten von den beiden Spitzenreitern der Oberliga: Die patzten ebenfalls, so dass der Aufstieg trotz der Niederlage theoretisch immer noch möglich bleibt – vorausgesetzt, die weiterhin drittplatzierten Hanseaten rappeln sich bis zum entscheidenden Duell gegen den Tabellenzweiten SV Betzdorf-Kirchen am 6. April wieder auf und landen dort einen deutlichen Sieg.
Felix Voigt, 3. März 2008
(awa) Den amtierenden deutschen Mannschaftsmeister OSC Baden Baden im Westfalen-Kolleg begrüßen zu dürfen, hätte uns sicherlich sehr gefreut, wäre - je nach Aufstellung - auch eine Attraktion für die Schachgemeinschaft Dortmund gewesen. Nunmehr ist die Aufgabe gegen den Lübecker SV lösbarer, jedenfalls offen. Der SC Hansa Dortmund e.V. hat die Chance, in das Finale der „Final Four“ einzuziehen.
Die Auslosung des Viertelfinales der Deutschen Schach-Pokal-Meisterschaft für Mannschaften am 1. März 2008, Spielbeginn um 14.00 Uhr, hat insgesamt die nachfolgenden Paarungen ergeben:
SC Hansa Dortmund - Lübecker SV
SSG ZN Hungen/Lich - SG Aljechin Solingen
SG Löberitz - ESV Nickelhütte Aue
FC Bayern München - OSC Baden Baden
Weitere Informationen (Ansprechpartner, Mannschaftsaufstellungen, Spiellokal, Schiedsrichtereinteilung usw.) folgen in Kürze.
[voi] Den dicksten Brocken räumte der SC Hansa schon am Samstag (26. Januar) aus dem Weg: In der Zwischenrunde des DSB-Viererpokals besiegten die Dortmunder den Erstligisten Godesberger SK nach einem 2:2 dank der besseren Feinwertung.
Matchwinner im Westfalen-Kolleg war, wie schon beim letzten Oberligaspiel, Bernd Kohlweyer. Dieser hatte seinen Gegner von Anfang an im Griff, unterband konsequent jedes Gegenspiel und holte nach den Remis von Thomas Henrichs und Hans Werner Ackermann den entscheidenden Punkt. Aufgrund der Berliner Wertung konnte nämlich auch Deto Bischofs anschießende Niederlage den Hansa-Sieg nicht mehr gefährden. Allerdings waren die Godesberger nicht mit den ganz großen Namen ihrer Erstliga-Mannschaft angereist, weshalb schon vor der Begegnung klar war, dass das Duell auf Augenhöhe stattfinden würde.
Nicht so am Sonntag: Aus der deutlich schwächeren Parallelpaarung am Samstag ging der SC Bad Salzdetfurth als Sieger hervor und musste nun gegen die klar favorisierten Hanseaten antreten. Die lösten ihre Aufgabe souverän, wobei insbesondere Endspielexperte Vyacheslav Klyuner sein Können zeigte, indem er, für den verhinderten Henrichs an Brett 1 zum Einsatz kommend, seinen Gegner in einem eigentlich ausgeglichenen Leichtfigurenendspiel dank hervorragender Technik sehenswert überspielte. Der SC Hansa gewann schließlich ungefährdet mit 3.5:0.5 und steht nun im Viertelfinale des DSB-Pokals, was schon jetzt ein großer Erfolg ist – immer noch mit der Option auf mehr.
Felix Voigt, 28.01.2008
[voi] Die Entscheidung fiel erst in der Verlängerung: Im Mannschaftspokal des Deutschen Schachbundes setzte sich der SC Hansa am vergangenen Samstag, dem 15. Dezember, erst im Blitzen durch. Nach den regulären Partien der Vorrundenbegegnung gegen den HSK-Post SV Hannover stand es 2:2. Diese für die Zuschauer im Westfalenkolleg denkbar spannendste Form der Entscheidungsfindung kam zum Einsatz, weil zuvor alle vier Partien Remis ausgegangen waren, was auch in der Feinwertung Gleichstand bedeutete.
Das auf den ersten Blick friedliche Ergebnis entsprach jedoch keinesfalls dem durchaus spannenden Kampfverlauf: Während Deto Bischof an Brett 3 vergeblich versucht hatte, die Stellung zu verkomplizieren, um als Weißer etwas aus dem Anzugsvorteil zu machen, musste sich Thomas Henrichs am Spitzenbrett ganz schön strecken. Nachdem der Internationale Meister mit Schwarz bequem ausgeglichen und lange Zeit etwas besser gestanden hatte, verlor er in dem Bestreben, gegen seinen nominell unterlegenen Gegner noch etwas mehr aus der Stellung herauszuholen, seine Bedenkzeit völlig aus den Augen. In hochgradiger Zeitnot büßte er eine Qualität ein und hatte zusätzlich mit einer unangenehm luftigen Königsstellung zu kämpfen. Beherztes Gegenspiel und ein weit vorgerückter Freibauer erwiesen sich jedoch letztlich als ausreichend, um den halben Punkt zu retten.
Unzufrieden zeigte sich Thomas Rumpf nach seiner Partie an Brett 4: Mit guter Stellung und einem Mehrbauern auf der Haben-Seite ließ er mehrmals Gewinnfortsetzungen aus und musste sich am Ende mit Remis zufrieden geben. Der letzte Friedensschluss kam an Brett 2 zustande: Hier geriet Hans Werner Ackermann, ähnlich wie Henrichs, bei dem Versuch, mehr aus einer relativ ausgeglichenen Stellung zu machen in Zeitnot, meisterte diese kritische Partiephase aber souverän und willigte schließlich ins Remis ein, da sich die Hanseaten in der nun anstehenden Blitzentscheidung die besseren Chancen ausrechneten. Und sie sollten Recht behalten: Die in dieser Disziplin traditionell starken Henrichs und Ackermann gewannen genauso wie Rumpf, so dass Bischofs Niederlage nicht mehr ins Gewicht fiel. Die nächste DSB-Pokalrunde wird am letzten Januarwochenende ausgetragen. Ort und Gegner stehen noch nicht fest.
[voi] Im Mannschaftspokal der SGDO gelang der Schachunion Huckarde-Westerfilde am vergangen Freitag, dem 7. Dezember, eine kleine Überraschung: Nach einem 2.5:1.5-Sieg gegen den Bezirksligisten SVG Marten-Bövinghausen steht der zu Saisonbeginn fusionierte Verein im Finale. Dank einer günstigen Auslosung wartet dort nun zum ersten Mal im Turnierverlauf mit dem SC Hansa ein wirklich übermächtiger Gegner.
Die Hanseaten hatten sich im Halbfinale mit ebenfalls 2.5:1.5 überraschend knapp gegen den Dortmunder SV durchgesetzt. Ein vorschnelles Remis von Bernd Kohlweyer gegen Rainer Wittmann und Deto Bischofs unerwartete Niederlage gegen Hans Günther Bryjak brachten Thomas Henrichs an Brett 1 ins Schwitzen, denn laut Berliner Wertung musste er nun gewinnen, um den Mannschaftssieg sicherzustellen – was nach einer kleinen Endspiel-Unaufmerksamkeit seines Gegners Karl-Heinz Hüttemann letztlich auch gelang.
